Hi, I'm Nadine.

I am a visual designer &
illustrator, design writer and co-founder living in Berlin.

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Viva con Agua & Adobe #createthelabel #sponsored

05. Mai 2017

Seite einiger Zeit unterstützt Adobe die Initiative Viva con Agua. Viva con Aqua ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, allen Menschen auf Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen – etwas, das für uns hier normal ist, in großen Teilen der Welt allerdings nicht. Der Verein fördert verschiedene Projekte weltweit, mit dem Ziel allen Menschen sauberes Trinkwasser zu ermöglichen.

Eines dieser Projekte ist ein eigenes Mineralwasser, das der Verein über eine eigene GmbH vertreibt. Es ist in deutschen Supermarktregalen oder Bars zu finden und mit dem Kauf einer Flasche wird nicht nur die Idee des Vereins weiter verbreitet, man unterstützt die Initiative auch finanziell. Jede Flasche ist für den Verein eine Art »Flyer«, um für das Projekt zu werben und mithilfe von Adobe soll dieser »Flyer« nun neu gestaltet werden. Gesucht werden Designer, die Viva con Agua unterstützen wollen und das Rück-Etikett mit gestalten möchten. Das Layout, das von einer Jury ausgewählt wird, wird dann auf einer Million Mineralwasser-Flaschen zu sehen sein. Für Designer ist das also eine Möglichkeit sich kreativ auszutoben und damit ein Charity Projekt mit großer Reichweite zu unterstützen.

Teilnahme

Die Aufgabe: „Wasser für alle. Alle für Wasser. – Regt mit eurem Entwurf für das Rück-Etikett der Viva con Agua Wasserflasche zur aktiven Unterstützung von Viva con Agua an!“. Gestalterisch hat jeder freie Hand, ein paar kleine Punkte sollten beachtet werden:

Unter allen Einsendungen sucht eine Jury, das beste Design aus. Die Jury besteht unter anderem aus Andreas Preis (Designer), Philipp Heerwagen (Torwart FC St Pauli), Michael Fritz (Co Founder Viva con Agua).

Der/die von der Jury ausgewählte GewinnerIn wird sein/ihr erstelltes Backlabel auf rund einer Million Viva con Agua-Mineralwasserflaschen sehen und kann auf Wunsch auch namentlich dort genannt werden. Er/Sie erhält ein Jahresabo der Creative Cloud und wird zur Millerntor Gallery 2017 (29.6 – 2.7) nach Hamburg eingeladen (inklusive Anreise und Unterkunft; plus einer Begleitperson). Unter allen anderen Teilnehmern werden drei Jahresabos der Creative Cloud verlost.

Alle weiteren Infos und Infos zu den Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Handbuch Handlettering

04. Mai 2017

Wenn etwas gerade typografischer Zeitgeist ist, dann ist das wohl Handlettering – die Kunst der gezeichneten Buchstaben. Im Grunde kommt man aktuell nicht daran vorbei: Instagram, Pinterest und Co. sind voll davon und auch in Werbung und Verpackungsdesign begegnet man momentan sehr häufig handgezeichneten Buchstaben.

Warum in Zeiten des Digitalen gerade das Per-Hand-Zeichnen von Buchstaben so viele Anhänger hat, liegt, wenn man mich fragt, an der wahnsinnigen Freude und Befriedigung, die das Zeichnen von Buchstaben hat. Typografen kennen dieses Gefühl schon immer, inzwischen dürfte es auch vielen Fachfremden und Hobby-Lettern bekannt sein. Kurzum: Buchstaben-Zeichnen ist einfach toll.

Irgendwann kommt man dabei an den Punkt, an dem man professionell an die Hand genommen werden möchte und auch wenn es im Netz viele Anleitungen für das Zeichnen von z.B. Brushpen-Buchstaben gibt, so geht nichts über ein ausführliches Buch zu dem Thema.

Auch wenn es auf dem Markt schon ein paar sehr schöne Bücher zu dem Thema gibt, hat Chris Campe mit dem »Handbuch Handlettering« nun noch ein weiteres besitzenswertes Buch veröffentlicht. Chris Campe gestaltet unter dem Label »All things letters« wie der Name sagt alles rund um Buchstaben. Sie gibt schon lange Workshops zu dem Thema (z.B. auf der diesjährigen TYPO) und kann auf langjährige Erfahrung im Feld der Typografie zurückblicken. Genau deswegen ist das Buch eine absolute Leseempfehlung.

In der Tat lässt es eigentlich nichts rund um das Thema »Handlettering« aus. Es beginnt mit klassischen typografischen Grundlagen, die man braucht, um den Aufbau von Buchstaben zu verstehen und steigt von dort ins Detail ein: So wird das Konzept von Dekoration und Zierlinien erklärt, genau so wie der Aufbau eines Layouts für ein Lettering.

Auch bereits erwähntes Brush-Lettering bekommt ein ganzes Kapitel in dem Werkzeuge ausführlich erklärt werden und Alphabetvorlagen zum üben einladen. Die schätze ich in der Tat besonders, weil es sich gerade beim schwungvollen Brush-Lettering am besten übt, wenn man konkrete Vorlagen hat. Untermalt wird das Ganze von Tipps und Tricks, an denen man merkt, dass Chris sehr viele Erfahrungswerte auf diesem Feld hat.

Mein Lieblingskapitel ist das über Illustrative Schrift, denn hier zeigt Chris anhand eines konkreten Beispiels in Form eines Buchcovers, wie man von der Idee zum fertigen Cover gelangt. Generell ist das Buch gespickt mit wunderbaren Lettering-Beispielen. So wäre es auch rein als Illustrationsquelle allein schon toll.

Das letzte Kapitel geht ins Detail des Digitalisierens – das ist das was ich am Lettering am aller wenigstens mag, meiner Ungeduld geschuldet. Aber auch hier nimmt Chris alle Anfänger an die Hand und erklärt ausführlich ihren Arbeitsprozess.

Ich mag die Tonalität des Buches sehr, obwohl es eigentlich ein Fachbuch ist und damit in die Bibliotheken der Design-Hochschulen gehört, klingt es locker flockig – ein bisschen als würde man sich mit der Autorin unterhalten.

Dass es hervorragend gestaltet ist, versteht sich von selbst. Zwischendurch gibt es einige wenige Übungen, wenn es nach mir gegangen wäre, hätten es noch ein paar mehr sein können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau und wer weiß, vielleicht gibt es auch mal Übungsheft dazu.

Absolute Leseempfehlung für alle, die mit Handlettering anfangen oder ihre Kenntnisse vertiefen wollen.

Chris Campe – Handbuch Handlettering
Eigene Buchstaben & illustrative Schrift gestalten
ISBN: 978-3-258-60165-6

1. Auflage 2017
160 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen
gebunden, 23,5 x 26 cm, 861 g
Haupt Verlag
EUR 29.90

Ich habe Chris außerdem gebeten, mir ein paar Fragen zum Buch zu beantworten, daher folgt nun noch ein Mini-Interview.

Liebe Chris, wie ist das Buch entstanden?

Chris Campe: Nach meinen beiden Büchern über Hamburg wollte ich ein Fachbuch über Lettering schreiben. Die Idee habe ich schon anderthalb Jahre mit mir herumgetragen, als sich beim Feierabendwein auf der Buchmesse zufällig ein Gespräch ergab, das der Anlass war, ein erstes Konzept zu schreiben. Der Haupt Verlag war dann der dritte Verlag, dem ich das Konzept angeboten habe und sie wollten es haben. Das war ein Glücksfall, denn während ich ursprünglich vorhatte, Lettering anhand von praktischen Beispielprojekten zu erklären – so wie es die meisten anderen Handlettering-Bücher tun – meinte der Verlag, man müsse das Thema etwas umfassender behandeln und mehr in die Tiefe gehen. Am Ende ist das Handbuch Handlettering nicht nur doppelt so umfangreich geworden, wie ich es zu Beginn konzipiert hatte, sondern auch viel fundierter und besser.

Wie lange hast du an dem Buch gearbeitet?

Im Juni 2016 habe ich ernsthaft mit der Arbeit begonnen, Ende Januar 2017 ist das Buch in den Druck gegangen, erschienen ist es im März. Im Dezember und Januar habe ich im Prinzip rund um die Uhr daran gearbeitet, 160 Seiten in 8 Monaten, das war wirklich sportlich.

Gleich zu Beginn musste ich einsehen, dass es eine Sache ist, gestalterisches Wissen in der eigenen Arbeit anzuwenden – aber eine ganze andere, dieses Wissen für andere in Wort und Bild zu erklären. Ich musste viel, viel, viel mehr recherchieren, als ich angenommen hatte, besonders weil es für einen großen Teil des Schriftwissens, das man beim Lettering braucht, nicht immer eindeutige Erklärungen gibt und weil manche Aspekte von Typografie bei gezeichneter Schrift wiederum keine Rolle spielen.

Auszuwählen, was ins Buch gehört und was nicht, war der anspruchsvollste Teil der Arbeit. Aber auch das Illustrieren und Texten war nicht ohne, denn ich wollte, dass die Texte gut sind: Also nicht hölzern und dröge, wie so oft in Anleitungsbüchern, sondern gut lesbar und unterhaltsam. Daher hat das Schreiben ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen – das Zeichnen von hunderten von Beispielen sowieso.

Wer ist deine typische Leser für dein Buch?

Das Handbuch ist ein Fachbuch für Gestalter, das auch interessierten Laien mit etwas Lettering-Erfahrung zugänglich sein soll. Es richtet sich an Designer, die ihr Repertoire um den souveränen Umgang mit handgestalteter Schrift erweitern wollen und eignet sich auch für Ambitionierte ohne Design-Background und Interessierte mit Sinn für Ästhetik, die selbst mit Schrift gestalten wollen, statt nur Alphabete zu kopieren.

TheHaus

03. Mai 2017

Man stelle sich vor: Ein leerstehendes Haus Mitten in Berlin – noch dazu eine ehemalige Bank – das bald abgerissen werden soll, um unbezahlbaren Eigentumswohnungen Platz zu machen. So weit, so unspektakulär.

Was passieren kann, wenn man so ein Haus einfach einer Horde von Künstlern überlässt, kann man momentan im TheHaus sehen. Dort wurde aus der ehemaligen Bank eine begehbares Kunstwerk in dem Kunst und Kommerz deutlicher nicht aufeinander treffen könnten.

165 Künstler – viele aus der Street Art Ecke (Ich gebe zu, dass mir die meisten vorher kein Begriff waren) – wurden auf die ehemalige Bank losgelassen und das Ergebnis ist wahnsinnig toll. Jeder der 108 Räume durfte gestaltet werden, sogar die Toiletten, die zwar wie Kunstwerke aussehen, aber auch benutzt werden können.

Die Stilrichtungen und Materialien könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Von Klebeband über Moos bis zu Faden und UV-Licht, natürlich Farbe jeglicher Art, häufig auch einfach Styropor wurde dort »verbaut«.

Ein Beitrag geteilt von Nadine Roßa (@nadrosia) am

Das Gebäude lebt durch die Ausstellung noch einmal auf. Der miefige Kaltlicht- und Auslegware-»TheOffice«-Charme scheint hier und da durch, alte Kaffeeflecken inklusive. Die Ausstellung ist ganz im Sinne der Street Art vergänglich, noch bis zum 31. Mai ist TheHaus zu besichtigen. Danach schließt die Ausstellung und die Kunst darin mit ihr. Die Ausstellungsstücke werden zerstört, obwohl es monetär interessante Angebote von Gallerien gäbe. Genau das ist vielleicht das Traurigste aber auch Schönste an der Idee: Kunst nur für den Moment.

Deswegen darf man im TheHaus auch nicht fotografieren. Die Besucher sind dazu angehalten, die Werke auf sich wirken zu lassen. Und ja, es ist wirklich komisch, das Handy nicht zücken zu dürfen, um die Außenwelt daran teilhaben zu lassen. Deswegen musste ich meine Favoriten gestern Abend schnell zeichnen bevor die Erinnerung verblasst. Das war wiederum aber auch eine tolle Gelegenheit, die Ausstellung noch einmal wirken zu lassen.

Fazit: Geht hin, so lange ihr noch könnt! Ich war sogar zwei Mal da.

THE HAUS – BERLIN ART BANG
Nürnbergerstrasse 68/69
10787 Berlin – Germany
Noch bis 31. Mai
Wartezeit einplanen. Die Touren sind alle ausgebucht.

10.00 bis 20 Uhr
Eintritt ist frei – Um Spende wird gebeten

http://www.thehaus.de/

13. Pictoplasma Konferenz

02. Mrz 2017

Diesen Mai macht Pictoplasma Berlin erneut zum Epizentrum des Character Design und zum internationalen Treffpunkt einer diversen Szene von Künstlern, Kreativen und Produzenten. Das Festival präsentiert die visuelle Avantgarde der figürlichen Ästhetik in Illustration, Animationsfilm, Virtual Reality, Graphik und Urban Arts.

Zentrale Veranstaltung ist die Konferenz im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, auf der stilbildende Künstler und Designer ihr Werk erläutern, während das begleitende Festival einer breiten Öffentlichkeit Einblick in aktuelle Tendenzen gewährt: Screenings zeigen mehr als 100 ausgewählte Kurzfilme, deren Macher in Fragerunden anwesend sind, und ein Rundgang führt durch Ausstellungen von Künstlern, die erstmals Originale und neue Produktionen in Berlin zeigen.

In seiner 13. Ausgabe nimmt die Konferenz in den Blick, welche Möglichkeiten Character Design in der transmedialen Kultur bietet und wie Figuren Narration über das gängige Storytelling hinaus – etwa in Animation oder Gaming – prägen können.

Erste bestätigte Rednerinnen und Redner sind:

Saschka Unseld (DE/USA), Mitbegründer von Studio Soi, ehemaliger Pixar-Regisseur und aktuell Creative Director des Oculus Story Studio, wo er an der Zukunft des VR-Storytelling arbeitet;
Kirsten Lepore (USA), Regisseurin aus Los Angeles, die sich mit Shorts für Google, MTV, Facebook oder Nickelodeon einen Namen gemacht hat und kürzlich mit ihrer Stop Motion Episode für die Cartoon Networks-Erfolgsserie ‘Adventure Time’ einen Emmy gewann;
Eran Hilleli (ISR), Animationsfilmemacher aus Tel Aviv, der aus einfachen Formen und Fraktalen entrückte Landschaften und rätselhafte Wesen zaubert;
Louise Rosenkrands (DK), Illustratorin aus Dänemark, bekannt für ihre – mal frech, mal ironisch gebrochenen – Darstellungen selbstbewusster und ausdrucksstarker Frauen;
Sean Charmatz (USA), früher Autor und Regisseur für ‘SpongeBob Squarepants’ und Designer bei Disney und Dreamworks, derzeit Urheber unzähliger viraler Bilder und Clips, in denen Alltagsgegenstände überraschend zum Leben erwachen;
Chris Haughton (IRL), Illustrator aus Irland, Autor der Kinderbuch-Erfolge ‘Kleine Eule ganz allein’ oder ‘Gute Nacht allerseits’, der ein stilsicheres Interesse an Fair Trade kultiviert;
Jack Sachs (UK), Designer, Illustrator und Animationsfilmmacher, der zwischen London und Hong Kong pendelt, bekannt für seine diskonfigurierten Gesichter und geometrischen Formen in grellen Farben, die stark von den Pionieren des CGI beeinflusst sind;
Peter Millard (UK), gefeierter Independentstar des Animationsfilm, der seine Rolle als Enfant Terrible mit ausdrucksstarken Arbeiten pflegt;
Mate Steinforth (DE), ehemals Designer und Regisseur bei Psyop, seit 2009 Creative Director von Sehsucht Berlin, wo er zuletzt das vereinnahmende und dystopische 360° VR Musik Video für den Elektronic Act Moderat verantwortete;
Sophie Koko Gate (UK), Absolventin des Royal College of Art, die in London und Berlin lebt und arbeitet und mit ausgeprägtem Illustrationstalent psychedelische Kurzfilme zu poetischen Vorlagen oder wissenschaftlichen Themen schafft.

Weitere Künstler des Festivals und alle Details zum Rahmenprogramm mit Performances, Parties, Ausstellungen und Filmprogrammen werden Anfang März bestätigt.

Registrierung:
Die Teilname an der dreitägigen Pictoplasma Conference (11. – 13. Mai) setzt eine Online-Registrierung zum Preis von 290,- Euro voraus:
conference.pictoplasma.com/registration

Tickets für die Filmprogramme des Festivals sind an der Abendkasse des Babylon erhältlich. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei.

Pictoplasma Academy

Direkt im Vorfeld des Festivals finden am 8. und 9. Mai zweitägige Workshops der Pictoplasma Academy statt. Hier haben Teilnehmer die Möglichkeit, ihre handwerklichen Fähigkeiten um spezifische Medien und Techniken zu erweitern – unter Anleitung von Designern, die in ihren Bereichen weltweit führend sind.

Erster Workshop: Resin Toy Moulding mit Lunartik
Matt Jones (UK), besser bekannt als Lunartik, vermittelt, wie man selbständig Figuren als Art Toys in Serie produzieren kann – vom Design über die Skulptur des Prototypen bis zum Abdruck und der Herstellung von Serien in Resin. Teilnehmer werden durch alle Phasen geleitet, lernen den Umgang mit Material und Werkstoffen sowie alle nötigen Aspekte wie Sicherheit, Packaging, Marketing – und halten am Ende ihre erste Edition von Skulpturen in Händen.

Pictoplasma Academy Masterclass
Ende September lädt dann die Pictoplasma Academy zur mittlerweile fünften Masterclass ein. In Zusammenarbeit mit renommierten Character Designern arbeiten 30+ internationale Teilnehmer in einem 8-tägigen Kurs an Konzept und Design eines eigenen Projekts, und loten die Möglichkeiten zu seiner Realisierung in verschiedenen Medien aus. Begleitet werden sie dabei von den erfolgreichen Designern und Animationsfilmemachern Rilla Alexander (AUS), Nathan Jurevicius (AUS), Philip Hunt (UK), zu den weitere Tutoren stoßen. Die Ergebnisse werden ein halbes Jahr später auf dem nächsten Pictoplasma Festival 2018 ausgestellt. Bewerbungsschluss für die Masterclass ist der 17. Juli 2017.

Weitere Informationen zum Programm der Academy auf academy.pictoplasma.com

BDG-Podium: Kommunikationsdesign – Beruf der Ideen?

15. Feb 2017

Die Veränderungen in der Gesellschaft und der Wandel bei den Medien und ihrer Nutzung verändert auch die Kommunikationsbranche. Werbung, PR und Design fließen zusammen und bilden gleichzeitig ständig neue Geschäftsmodelle und Berufsbilder aus. Der BDG geht mit einem Podium dazu in die dritte Runde und fragt: Welche Rolle kann Kommunikationsdesign dabei in Zukunft spielen? Welche Fähigkeiten und Talente wird man dazu benötigen? Sind Ideen das Entscheidende? Wie kann man Kreativität lernen?

Mit dabei sind:

Claudia Fischer-Appelt (48) Sie ist Designerin, Künstlerin und Gründerin. Auf ihr Konto gehen unter anderem die Designagentur Ligalux, die Familieninitiative Mamamoto oder der TddG (Tag der deutschen Gestaltung). Darüber hinaus war sie noch Chief Creative Officer der Agenturgruppe fischerAppelt. Heute führt sie das Designstudio Karl Anders und ist Rätin der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Sie ist eine viel prämierte Designerin in Deutschland und wurde unter anderem bei den Cannes Lions, beim Eurobest Festival oder beim iF design award in die Jury berufen.

Sebastian Turner (50) ist Herausgeber des Tagesspiegel in Berlin, Mitglied im Deutschen Kuratorium von Unicef und Gründer der Falling Walls Conference, auf der Spitzenforscher aktuelle Durchbrüche in Wissenschaft und Forschung vorstellen. Während seiner Zeit bei Scholz & Friends hat er Kampagnen wie „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ und „Deutschland – Land der Ideen“ oder „Wir können alles – außer Hochdeutsch“ verantwortet. Er war Vorsitzender des Art Director Clubs Deutschland und Mitinitiator der Berlin School of Creative Leadership.

Boris Kochan (54) ist Unternehmer, Journalist, Designer, Büchermacher und Berater. Sein Büro Kochan & Partner gehört zu den zehn größten inhabergeführten CD/CI-Agenturen. Er ist Chairman des internationalen Non-Latin-Typography Projektes GRANSHAN und Juror von Design-Wettbewerben. Nach sieben Jahren als Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft (tgm) wurde er erster Präsident des neu formierten Spitzenverbandes „Deutscher Designtag“.

Location: Ich freue mich besonders, dass das Podium an meiner alten Hochschule der HTW Berlin statt findet. Der Campus der HTW Berlin liegt auf dem ehemaligen Gelände des Kabelwerkes Oberspree. Ab 1897 wurden hier Kabel für die stark wachsenden Versorgungsnetze in Deutschland gefertigt. 1989 gehörten dem Volkseigenen Kombinat bis zu 16.000 Mitarbeiter an. Heute wird das Gelände unter anderem von der HTW Berlin genutzt.

Donnerstag, 23. Februar 2017, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Campus der HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof (WH)
Gebäude H und Raum 001
Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin
Tickets können hier erworben werden

Erik Spiekermann: Warum soziales Engagement die Kreativwirtschaft bereichert

07. Jan 2017

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Foto: Norman Posselt

Ich habe ja an dieser Stelle schon einmal von einem Herzensprojekt berichtet, dem ich eng verbunden bin: youvo – ein Projekt, das Kreative einlädt ehrenamtlich zu helfen. Das Team hinter youvo hat sich mit Erik Spiekermann getroffen, der auch erstes Beiratsmitgleid von Youvo ist und über soziales Engagement und den Nachwuchs der Kreativszene gesprochen. Wir stellen das Interview hier gerne in Zusammenarbeit mit youvo vor und Interviews mit Erik sind soweiso immer großartig.

Herr Spiekermann, auf youvo engagieren sich viele junge Kreative, die gerade am Anfang ihres beruflichen Lebenswegs stehen. Wie und von wem wurde ihre Karriere gefördert?

Also zuerst ist das Wort Karriere vollkommen unangebracht. Das hört sich so nach Planung an, finde ich. Ich habe nie irgendwie überlegt, ich müsste jetzt das studieren oder das Diplom machen. Das Wort Karriere benutze ich nicht.

Gefördert – als ich in den siebziger Jahren anfing mich für das Entwerfen von Schriften zu interessieren, haben mich die Leute, die ich um Rat gefragt habe, alle unglaublich toll behandelt.

Das war noch vor Email, also hat man noch Briefe geschrieben oder sich irgendwo getroffen. Der Adrian Frutiger, ein damals schon bekannter und erfolgreicher Schriftentwerfer, hat mir dermaßen viel Rat gegeben. Vor allem wenn ich bedenke, dass er mit mir kleinem Achtundzwanzigjährigen viel Zeit verbracht hat um meine dusseligen Fragen zu beantworten.

Ich habe von Leuten, die das gleiche machten, aber schon zwanzig Jahre früher, also schon was waren in dem Beruf, viel gelernt. Die haben unheimlich viel Geduld mit mir gehabt und meine, wie ich heute weiß, ziemlich naiven Fragen beantwortet. Die haben mich wahnsinnig gefördert, also ohne mir Geld zu geben. Wenn ich von jemanden mal einen Spruch für ein Vorwort haben wollte, dann bekam ich das gleich zurück am nächsten Tag. Wahrscheinlich wäre das heute nicht mehr möglich, weil die Branche so groß geworden ist. Die kleine Szene die es damals gab, in die ich irgendwie reingerutscht bin, die hat sich untereinander wahnsinnig geholfen.

Wie muss sich denn die Kreativ-Branche verändern, damit sie weiterhin die besten Talente anziehen kann?

Habe ich noch nicht drüber nachgedacht, ehrlich gesagt.
Vielleicht etwas genereller. Das gilt für alle: Etwas offener und lockerer sein. Ich habe immer Kollegen als Kollegen gesehen, nie als Konkurrenten. Natürlich sind wir alle Konkurrenten. Ich meine, alle Menschen sind Konkurrenten um die bisschen Atemluft, die es gibt. Aber wenn man das so sieht dann kommt man überhaupt nicht weiter. Ich finde wir haben viel mehr gemeinsam, als uns trennt. Das sollte die Branche einfach lernen, die Gemeinsamkeiten stärker betonen und weniger denken, dass wir uns alle um den gleichen Kuchen balgen. Der Kuchen kann noch viel größer werden, eben auch in der Richtung, in die ihr mit youvo geht. Wir könnten viel mehr leisten, für viel mehr Leute. Da müssen wir gar keine Angst um Konkurrenz haben.

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Erik Spiekermann (links) mit Tobias Oertel, Anne-Sophie Pahl und Timon Weber (von links nach rechts)

Welcher Mehrwert entsteht Ihrer Meinung nach für die Kreativen und die Nonprofits bei youvo?

Einmal ist es natürlich so, dass wir permanent ein schlechtes Gewissen haben, dass wir mit unserer Arbeit das merkwürdige System des Spätkapitalismus aufrechterhalten oder sogar noch weiterbilden. Würd ich für Daimler-Benz arbeiten, die Panzermotoren herstellen? Ganz schwierig. Es gibt keine Guten und Schlechten. Alle sind Teil eines Systems. Aber mit sozialem Engagement können wir unser schlechtes Gewissen beruhigen. In gewisser Weise ist das ein Ablasszettel – man macht da was Gutes und kann sich dem Schlechten dann etwas befreiter widmen, das muss man ganz ehrlich zugeben. Aber es gibt ja auch eine ganze Menge Aktivitäten die wir als Gesellschaft nötig haben, die dem allgemeinen Guten dienen. Warum sollten wir die nicht genauso unterstützen wie die kommerziellen Auftraggeber? Die haben es ja auch verdient. Viel mehr sogar: diese gemeinnützigen Initiativen brauchen unsere Arbeit oft wesentlich mehr als ein Markenprodukt. Deshalb ist es viel wichtiger, dass wir uns da engagieren.

Wie kann youvo Ihrer Meinung nach den Nachwuchs fördern?

Indem youvo jungen Talenten die Gelegenheit gibt, an Projekten mitzuarbeiten, die normalerweise den Profis vorbehalten sind. Denn jung heißt ja nicht dumm. Aber es fehlt eben dem Nachwuchs bzw. den jüngeren Leuten an ernsten Projekten, weil die immer nur an den Kleinkram rankommen, weil sie sich erst hochdienen müssen mit Briefbogengestaltung. Aber über youvo kann man an ernstzunehmende Projekte kommen, auch an Projekte mit Bedeutung. Das finde ich eine wahnsinnig tolle Chance. Mir ist es lieber, der Nachwuchs arbeitet an solchen Sachen und lernt dabei was als in einer eigenen kleinen Agentur an irgendwelchen Pitches mitzuarbeiten und sich ausbeuten zu lassen. Da arbeitet man auch eine Woche und gibt jede Menge Geld aus und dann kann man das am Ende wegschmeißen. Dann lieber für eine gute Sache wo man nicht im Wettbewerb ist. Und da hat man ja auch ein Projekt am Ende, da steht nachher im Portfolio: „Ich habe ein Projekt gemacht.“, nicht nur „Ich habe an einem Wettbewerb teilgenommen und bin rausgeflogen.“ So kann man an Projekten arbeiten, die man sonst nicht kriegen würde, also auch in einem ganz normalen kommerziellen Interesse ist das sinnvoll: man baut sich ein Portfolio auf.

Ganz vielen Dank für das interessante Interview und den Einblick in Ihre Erfahrungen!

Wenn ihr euch auch ehrenamtlich mit dem was ihr könnt (nämlich Gestalten) engagieren wollt, dann schaut hier bei youvo vorbei und sucht euch das passende Projekt aus: www.youvo.org

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Woodcessories + Verlosung

15. Dez 2016

Ein Gewinnspiel in diesem Jahr hätte ich noch. Auch in diesem Jahr waren die Jungs von Woodcessories wieder nicht untätig und haben ihre Produktpalette erweitert, so dass unsere Apple-Lieblingsprodukte noch schöner aussehen. (Ich habe euch Woodcessories schon an dieser und dieser Stelle vorgestellt.) Deswegen verlosen wir auch in diesem Jahr noch einmal drei Produkte in Kooperation mit Woodcessories.

EcoSkin – Premium Echtholzcover fürs MacBook

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So schön die MacBooks auch sind, natürlich sehen auch alle irgendwie gleich aus. Das lässt sich mit dem EcoSkin nun ändern, denn damit pimped ihr quasi euer MacBook und durch die Kombi aus natürlichem Holz & edlem Aluminium sieht es besonders schick aus. Erhältlich ist es für das Macbook 12, Air & Pro.
Das Holz Skin besteht aus einer 1mm dünnen Holzschicht, liegt wie eine zweite Haut auf und erhält so die natürliche Form des MacBooks. Cooler Nebeneffekt: Die Oberfläche ist so vor Kratzer und Schmutz geschützt. Die patentierte 3M Klebeschicht verspricht eine langanhaltende Klebewirkung aber trotzdem kann das Cover rückstandslos entfernt werden.
Auch hier spielen natürlich nachhaltiges Material und Handarbeit wieder eine große Rolle. Das Walnuss-, Kirsch- und Bambus-Holz stammt aus verantwortlichen Quellen und weist eine FSC® Zertifizierung auf. Dadurch wird garantiert, dass bei den Hölzern strenge soziale & ökologische Standards eingehalten werden.

EcoFlip

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Ein wunderschönes Cover! Ich benutze die Woodcessories iPhone Cover schon sehr lange und es sind bisher die einzigen, die sich nicht nach wenigen Monaten deutlich sichtbar abnutzen. Umso schöner, dass es nun auch ein Flip-Cover gibt, das dem iPhone 6 einen Rundumschutz gibt.

Die Innenseite der Holzhülle wurde mit extra weich gefütterten Mikrofasern ausgelegt, so dass Kratzer und Schmutz keine Chance haben, drumherum ist amerikanisches Walnussholz und hochwertiges Vintage Leder. Und sehr praktisch: Ein extra Fach für Visitenkarte, Kreditkarte oder Geldscheine.

Was besonders cool ist: Das Smartphone lässt sich in eine praktische Standfunktion bringen – ideal zum Streamen von Netflix und Co.

EcoLift Macbook Edt.

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Über ergonomische Haltung am Arbeitsplatz ist ja inzwischen einiges bekannt und viele von uns haben inzwischen gar keine stationären Rechner mehr, sondern nutzen das MacBook dafür. Damit dieses auf Augenhöhe steht, gibt es das EcoLift. Das reduziert Nacken und Rückenschmerzen und schafft einen organisierten, stilvollen Arbeitsplatz.
Nach 10 Monaten Entwicklung & Kooperation mit einem Skateboard Produzenten (für die perfekte Wölbung) ist das 1,1 Kilogramm schwere EcoLift entstanden, das aus Echtholz besteht und somit ideale Standfestigkeit beweist. Der EcoLift Ständer ist kompatibel für alle Macbook und Notebook Modelle bis 15 Zoll und für alles was da noch kommen mag.

Gewinnspiel: Wir verlosen je eins dieser tollen Teile. Kommentiert dafür bis zum 18.12. auf Facebook, welches ihr gerne hättet.

Und wer sich nicht auf sein Glück verlassen will, kann direkt hier bestellen: www.woodcessories.com

Buchkalender 1c1c + Verlosung

10. Dez 2016

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Wow, was für ein Schwergewicht. Das nämlich ist der 1c1c Kalender oder besser Notizbuch und Kalender (Kaltizbuch? Notizlender?). Aber kein Wunder, denn der 1c1c versteht sich wirklich weder allein als das eine noch als das andere.

In der Tat wirkt er wie ein leeres Buch, das beschrieben werden will, so massiv ist er. Aber natürlich ist er auch ein Kalender, deswegen ist jedes Blatt auch ein Kalenderblatt, auf dem sich mehrere Tage viel Raum geben. Dazu gibt es auch eine Wochen- und Monatsübersicht. Er eignet sich damit hervorragend auch als Tagebuch, aber genauso als Ideensammler und Strukturierungshelfer oder einfach nur zur Organisation des Alltags. In der Tat macht die großzügige Fläche seinen besonderen Charme aus, denn die Gestaltung hält sich angenehm zurück: zartgraue Linien, schlichte Typografie, Munken Pure Designpapier im gelblichen Weißton. Für Zeichenfans wie mich gibt es genügend Raum für Bilder und Illustrationen. Und im Zuge der Selbstoptimierung fragt er auch zu Beginn jeden Monats Ziele ab und was Energieräuber sind.

Er ist sehr nachhaltig hochwertig in Deutschland produziert – das ist der Macherin Katarina Marevic Schmieder besonders wichtig – und hat eine wunderbare Haptik dank eines schwarzen Umschlag aus Naturwollfilz, hochwertiger FSC-zertifizierte Papiere mit 130 Gramm starker Grammatur und einem festen Leineneinband. Er besitzt eine aufwendige Fadenbindung und bleibt daher offen liegen.

Darüber hinaus bietet er ein paar Extras: eine aufgesetzte Tasche für das Mobiltelefon, Laschen für Visitenkarten, einen Stifthalter sowie drei Zeichenbänder, um wichtige Stellen zu markieren. Dazu gibt es ein Lesezeichen mit Lineal und einem edlen Prodir-Kugelschreiber.

Es fällt auf mit wieviel Liebe zum Detail und zu Kalendern hier jemand am Werk war. Er ist ein wunderbares Geschenk für alle, die 2017 viel vorhaben!

Buchkalender 1c1c – 69,95 Euro
→ Seitenumfang 372 Seiten
→ Format DIN A5 Querformat
→ Stabiler Festeinband aus hochwertigem, schwarzem Leinen Fadenheftung
→ Munken Pure Designpapier im gelblichen Weißton, 130 gr
→ Buchumschlag aus Naturwollfilz
→ Stickerei
→ Extras Drei schwarze Zeichenbänder
→ Lesezeichen mit Lineal-Aufdruck
→ Umschlag mit Smartphone-Tasche (9,5 x 15,5)
→ Breites Gummiband
→ Stifthalter
→ Zwei Laschen für Notizzettel
→ Eine Visitenkartenlasche
→ Kugelschreiber DS5 TRR der Marke Prodir aus der Schweiz
→ inkl. Jahresübersicht für 2017/2018, Monatsübersichten, Wochenkalender 2017 mit Zeitangabe,Tageskalender 2017 ohne Zeitangabe, Wöchentliche Reflexionen, Feiertage und Ferien nach Bundesländer

Hier bestellen: www.1c1c.de

Gewinnspiel: Ihr habt Glück, denn ich habe (leider!) bereits einen Kalender und verlose daher mein Exemplar. Schreibt dazu in den Kommentaren bis zu, 14.12. was ihr im nächsten Jahr so vorhabt und in dem Kalender festhalten wollt. Gewonnen hat Anna, herzlichen Glückwunsch!

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Christoph Niemann Weihnachtskarten

01. Dez 2016

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Schöne Weihnachtskarten zu finden ist mitunter nicht immer einfach. Zum Glück versorgt uns der wunderbare Christoph Niemann in diesem Jahr mit Weihnachtskarten, die im typischen augenzwinkernden Niemann-Humor gestaltet sind. Zusammen mit dem dänischen Spielzeug-Versandhandel Maammo bringt er ein vierteiliges Kartenset heraus, mit denen ihr Freunde und Kunden weihnachtlich humoristisch erheitern könnt. Sie sind besonders für die geeignet, die Weihnachten eher mit geteilter Begeisterung entgegen blicken.

Die Karten gibt es ab 4,70 im Maammo Online-Shop.

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Geschenkideen für Designer

Huch, schon Dezember? Ihr wisst was das bedeutet, die Feiertage voller Konsumrausch stehen vor der Tür und die Geschenk-Suche beschäftigt uns die nächsten Wochen. Für die Designer unter euren Freunden oder Familienmitgliedern, besonders für die mit Kindern habe ich eine persönliche kleine Geschenke-Hitliste zusammen gestellt, alles Sachen über die ich mich auch freuen würde oder die ich bereits habe.

Non-Books

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[1] The Birth Poster

Eine schöne Idee für Neu-Eltern: Das Birth-Poster, auf dem mit Linien das Kind in Original-Geburtgröße abgebildet wird. 60 Euro, Versand kostenlos weltweit.

[2] Kindskopf

Auch das ist ein schönes Geschenk für Eltern oder Großeltern oder einfach so für Freunde oder Ehepartner. Das Berliner Label Kindskopf rückt Scherenschnitte in neues Licht und produziert individuelle Produkte mit Konturbildern von Köpfen. Simpel und wunderschön.

[3] The Alphabet Collection von Frau Hölle

Frau Hölle hat es geschafft mit ihrer Liebe zum Lettering eine ganze Community zu begeistern. Ihr folgen auf Instagram fast 60.000 Abonennten, um Brush-Lettering zu lernen. Nun hat sie zusammen mit Stilnest eine Alphabet Collection in Schmuckform heraus gebracht. Einzelne Anhänger gibt es ab 59 Euro.

[4] Buchstabenhocker

Jede Menge Typo-Kram in Objektform gibt es bei Freundts aus Hamburg, z.B. Buchstabenhocker.

[5] Lettering Pins

Noch eine andere Lettering Queen: Martina Flor eröffnete kürzlich ihren Online-Shop, in dem man jede Menge schöne Lettering-Produkte kaufen kann, z.B. Pins!

[6] zuperzozial Cruising Travel Mug

320.000 Coffe-to-go Becher landen jede Stunde im Müll. Eigentlich ein guter Grund den To-Go Kaffeekonsum zu überdenken – oder zumindest nach mülllosen Alternativen zu suchen. Ein ansehnlicher ist der zuperzozial Travel Mug, hergestellt aus Bambusfasern für 12,48 Euro.

[7] Ablage

Schreibtisch-Ablagen müssen nicht den Plastik-Charme ausstrahlen, sondern können auch wahnsinnig schick aus Holz sein. – 42 Euro

[8] Typo Lightbox

Etwas Retro Charme haben die Typo Lightboxen, die es neuerdings in allen Größen gibt und die man nach Lust uns Laune betexten kann. – XL Box für 69 Euro, kleinere Boxen ab 24 Euro.

[9] Schiefertafel

Im Zuge der Lettering-Begeisterung habe ich mir neulich eine Schiefertafel samt Kreidestift zugelegt. Großer Spaß!

[10] Anspitzer Stifteköcher

Ein Stifte Behälter in Riesen-Anspitzerform. Muss man mehr sagen? – 23,41 Euro

[11] STABILO woody 3 in 1

Awwwwe, was für Stifte! Das sind zwar eigentlich Kinderstifte, die Buntstift, Wassermalfarbe und Wachsmalfarbe in einem sind, aber für nur Kinderhände fast zu schade. Sie sind wunderbar zum großflächigen Malen und ja, natürlich macht es mit Kindern am meisten Spaß, z.B. leere Kartons von innen und außen anzumalen. 10er Set für 15,29 Euro, 18er Set für 26,95 Euro.

Bücher

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[1] Die Welt der Wilden Tiere

Beide Bücher habe ich hier und hier bereits ausführlicher vorgestellt. Dieter Braun hat damit wunderschön illustrierte Tierbücher geschaffen, die es inzwischen in vielen Sprachen gibt. Wunderbar um an kalten Wintertagen lagen Nachmittage darin zu blättern.

Welt der Wilden Tiere im Süden für 29,95 Euro
Welt der Wilden Tiere im Norden ebenfalls für 29,95 Euro

[2] Auf großer Fahrt

Pop-Up Bücher üben eine besondere Faszination aus, auf kleine und große Leser. Dieses hier ist ein ganz besonderes Exemplar, es nimmt die Leser mit auf Reisen durch einige der berühmtesten Strecken auf dem Planeten. – 24,90 Euro

[3] Lust auf Lettering

Auch dieses Buch habe ich dieses Jahr hier schon vorgestellt. Es ist ein wunderbarer Einstieg in das Feld des professionellen Letterings und absolut empfehlenswert für alle, die sich selbst in das Thema einarbeiten wollen. – ab 29,80 Euro

[4] Alle meine Tiere

Eigentlich kann man grundsätzlich alle Bücher der Kleine Gestalten Reihe des Gestalten Verlags empfehlen. Sie sind alle liebevoll gestaltet und wunderschön anzusehen. Dieses hier hat es mir wegen der tollen Tier-Illustrationen und des wunderbaren Farbklimas sehr angetan. – 19,90 Euro

[5] Das schönste und größte Bildwörterbuch der Welt

Und was für eins! Ich bin Tom Schamp vor einigen Jahren begegnet und war sofort in seinen wundervollen Bildwelten gefangen. Das Bildwörterbuch ist eine Reise in eben jene, es zeigt wunderbare Zeichnungen zu Bildwörtern in denen sich sowohl Kinder als auch Erwachsene verlieren können. — 19,95 Euro

[6] Ideenrausch 2

Jedem Kreativen sollte der Punkt bekannt vorkommen, an dem man fest steckt und einem keine neuen Ideen mehr einfallen. Dieser Fächer hilft dann weiter, indem er Fragen stellt und somit neue Denkanstöße gibt, die einem dem Weg aus der kreativen Sackgasse zeigen. – 19,95 Euro

Happy Drawing!

27. Okt 2016

Eine deutsche Version des Artikels gibt es hier.

A lot of people think that they cannot draw. They say that they don’t know how to draw or just don’t know where to start. In my sketchnote workshops I correct those participants whenever they say that because I believe that everyone c a n draw, you just need to learn some basics. I’d like to show you two series from the social webs and a few books that help learn drawing and are big fun.

»Sketch a bit« by Eva Lotta Lamm

First one is »Sketch a bit« by Eva Lotta Lamm—the lady who brought me into the field of sketchnoting. A few weeks ago she started sharing little videos on Twitter and Instagram under the hashtag #sketchabit. She shows how to draw simple objects like hands, coffee, newspapers, candles etc.

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You can find them on Twitter using the hashtag #sketchabit or on Instagram.

Ein von Eva-Lotta Lamm (@evalottchen) gepostetes Video am



»How to Draw« by Scriberia

The other one is the YouTube playlist »How to Draw« Playlist by the English graphic facilitation agency Scriberia. There you can learn how to draw pigs or helicopters, presented in a very charming way!

I’d love to attend one of their workshops some time because I like their work and drawing styles a lot.

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The complete playlist is here and here is the helicopter example.



Ed Emberly

I also recommend the lovely books by Ed Emberly—an English children’s book illustrator. He made a few books that show how to draw objects very easily—just by using simple geometrical shapes: Drawing Book of Faces, Make a World & Die kunterbunte Zeichenstunde and lots more. It’s so much fun with kids but also for grown-ups!

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And now: Happy Drawing!

Happy Drawing!

There is an English version of the article available here.

Viele Leute behaupten von sich nicht zeichnen zu können, weil sie glauben, nicht zu wissen wie das geht oder ihnen die richtige Herangehensweise fehlt. In meinen Sketchnote Workshops stelle ich das gerne richtig, denn ich glaube, dass jeder zeichnen kann, wenn man die Grundlagen kennt. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Sketchnotes zu machen, daher möchte ich euch zwei Online-Serien und ein paar Bücher ans Herz legen, die helfen, zeichnen zu lernen.

»Sketch a bit« von Eva Lotta Lamm

Die erste ist »Sketch a bit« von Eva Lotta Lamm – der Dame, die mich mit dem Sketchnote Virus infiziert hat. Seit ein paar Wochen veröffentlicht Eva Lotta auf Twitter unter dem Hashtag #sketchabit kurze Videos, in denen sie zeigt, wie man einfache Objekte zeichnet, z.B. Hände, Kaffe, Zeitungen usw.

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Zu finden sind sie unter #sketchabit oder Instagram. Unter dem Hashtag finden sich auch Ergebnisse von Teilnehmer.

Ein von Eva-Lotta Lamm (@evalottchen) gepostetes Video am



»How to Draw« von Scriberia

Die andere ist die »How to Draw« Playlist von Scriberia, eine englische Graphic Facilitation Agentur, bei deren Workshops ich gerne mal teilnehmen würde, weil ich ihre Arbeiten und den Stil sehr mag. Dort lernt man sehr süß aufgemacht wie man z.B. Schweine zeichnet oder Helicopter.

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Die komplette Playlist ist hier und ein Beispiel findet ihr hier.



Ed Emberly

Darüber hinaus empfehle ich die Bücher von Ed Emberly, der englische Kinderbuch Illstrator hat eine ganze Reihe von Kinderbüchern gemacht, die erklären wie man mit einfach geometrischen Formen Objekte zeichnen kann: Drawing Book of Faces, Make a World, Die kunterbunte Zeichenstunde und viele mehr. Macht besonders aber nicht nur mit Kindern großen Spaß!

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Und nun: Happy Drawing!

Sunday Sketching

26. Okt 2016

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Von meiner Begeisterung für den Illustrator Christoph Niemann habe ich an der ein oder anderen Stelle schon mal berichtet. Niemand sonst hat diese großartige Gabe den Humor in Objekten und Alltäglichem so gut zu erkennen und dann so wundervoll künstlerisch aufzubereiten wie er. Einblicke darin gewährt regelmäßig auf Instagram, z.B. mit seiner Reihe Sunday Sketches.

Wer allerdings das Analoge bevorzugt, der bekommt nun alle Sunday Sketches in Buchform präsentiert. Beim Knesebeck Verlag ist ist eine Monografie erschienen, die seine Arbeiten sammelt und gebündelt präsentiert. Das 272 Seiten starke Buch ist dabei eine Aneinanderreihung von Tagebuch-ähnlichen Geschichten in visueller Form, Zeichnungen mit Tinte und Bleistift, Fotos und eine Mischung aus alldem. Jede Seite ist ein humoristisches Meisterstück, es zaubert ein Schmunzeln ins Gesicht und hier und dort auch ein wissendes ein Nicken.

Das Buch ist durchaus auch sehr persönlich und gibt Einblicke in Niemanns Arbeitsweise und einen Rückblick auf seine bisherige Karriere – natürlich immer mit treffsicherem Humor und niemals bierernst. Unvergessen dabei das Live-Zeichnen während des New York Marathons. Und dann gibt es auch Reiseberichte (die ohnehin visuell aufbereitet viel schöner sind als in Textform).

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Meine Lieblinge sind dennoch die klassischen Sunday Sketches, die ich seit Monaten auf Instagram verfolge und die gedruckt und in dieser Größe dann doch nochmal anders wirken. Dabei bringt er ganz alltägliche Gegenstände visuell mit Zeichnungen in neue Zusammenhänge, so dass kleine Geschichten aus Textmarkern, Klaviertasten oder Pinseln entstehen. Er nimmt den Betrachter so mit auf eine visuelle Reise und bringt ihm dadurch eine neue Art von Sehen bei indem er zeigt, dass in allem kleine Geschichten schlummern, wenn man nur genau hinschaut.

Ein wunderschönes Buch für verregnete kreative Sonntage, das sehr dazu animiert selbst im Alltag kleine Geschichten zu suchen und zu finden.

Christoph Niemann – Sunday Sketching
34,95 €
21.2 x 27.5 cm, gebunden, 272 Seiten mit 350 farbigen Abbildungen
Übersetzt von: Sophie Zeitz Ventura
Designed von: Ariane Spanier
ISBN 978-3-86873-978-7

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»Nummern« Kalender (inkl. Verlosung)

17. Okt 2016

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Arbeitet man ausschließlich für Kunden oder an Projekten für andere, bleiben die eigenen Projekte oft bedauerlicherweise liegen. Ich spreche da aus Erfahrung, meine Side-Projects Liste wächst regelmäßig und außer Sketchnote Love ist aus keinem dieser Projekte so richtig etwas geworden (Wobei ich die Hoffnung natürlich immer noch nicht ganz aufgegeben habe und die Liste daher weiter anwächst).

Ich nehme mir auch regelmäßig vor, mir dafür feste Zeiten freizuhalten, z.B. einen Tag die Woche oder ein paar Wochen im Sommer, so richtig klappt das leider nicht. Vielleicht schreibe ich darüber mal einen eigenen Artikel. Das Studio Una aus Hamburg räumt sich dafür Zeit ein und gestaltet zum Ende des Jahres immer einen Kalender. Letztes Jahr habe ich den den Good Day Sunshine Kalender vorgestellt – ein ewiger Sonnenkalender, den ihr immer noch kaufen könnt.

Dieses Jahr hat Sudio Una mit „Nummern“ einen minimalistischen und ästhetischen Wandkalender für das Jahr 2017 entworfen, gedruckt im Siebdruck auf farbigem Colorplan Feinstpapier. Das Besondere, der Kalender kommt komplett mit Zahlen aus. Wer gute Typografie und reduziertes Design schätzt, kommt bei diesem Jahresplaner voll auf seine Kosten. Sieben Spalten und 12 Monatsblöcke bieten eine gute Orientierung durch die Tage, Wochen und Monate des Jahres. Der Wandkalender funktioniert sowohl als reduziertes Designobjekt wie auch als Planungshilfe für Termine jeglicher Art.

Das Siebdruck Poster ist mit schwarzer Farbe in einer Schriftgröße der klassischen „Chap“ aus der Fontschmiede Schick Toikka gestaltet. Den Kalender gibt es in vier Farbvarianten des edlen Colorplan Papieres von GF Smith aus England.

Bestellen könnt ihr den Kalender für 35,00 Euro im hauseigenen Shop https://unashop.de/ oder mit viel Glück hier einen von zwei gewinnen. Schreibt dazu bis zum 19.10. in die Kommentare welche Farbe ihr gerne hättet.
Gewonnen haben Lisa & Ariane.

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Studiobesuch beim Illustrator Dieter Braun

14. Okt 2016

Dieter Braun ist einer meine Lieblingsillustratoren. Keiner beherrscht das Arbeiten mit geometrischen Formen und Vektoren so gut wie er, ich liebe seinen minimalistischen Stil. Er hat mit »Die Welt der Wilden Tiere im Norden« und »Süden« ein ganzes Buch gemacht, das Tiere enthält, die alle auf diese Art gezeichnet sind. Ein wundervolles Buch für Große und Kleine.

Jetzt bin ich über ein Interview gestolpert, das einen Einblick in seine Arbeitsweise gibt. Und ich liebe es anderen Illustratoren und Designern über die Schulter zu schauen.


Quelle: Deichtorhallen Hamburg

Kalender: An Apple a Day & Was wir lieben: in 365 Tagen (+ Verlosung)

05. Okt 2016

Es ist wieder soweit, die ersten Weihnachtsartikel stehen in den Supermarktregalen, was für gewöhnlich und gerne frühzeitig den anstehenden Jahreswechsel ankündigt. Das bedeutet auch, dass die Kalendersaison für 2017 beginnt und wie ich bereits letztes Jahr schrieb: Kalender (besonders solche aus Papier) sind des Designers Liebling. Der Verlag Hermann Schmidt erweitert regelmäßig sein Kalender Repertoire, das Typodarium geht bereits in die 7. Auflage, in den letzten Jahren kam der CMYK Kalender dazu und auch in diesem Jahr gibt es eine Neuauflage des »Was wir lieben« Kalenders und einen neuen dazu. was_wir_lieben_Detail7_1000px was_wir_lieben_Detail9_1000px was_wir_lieben_Detail3_1000px was_wir_lieben_Detail5_1000px was_wir_lieben_Detail8_1000px Was wir lieben: in 365 Tagen Der Verlag bezeichnet diesen Kalender als Optimistenkalender und wenn diese Welt etwas vertragen kann, dann auf jeden Fall eine Prise Optimismus. Jeder Tag versteht sich als eine Liebeserklärung an den Alltag und enthält eine kleine Aufforderung den Tag positiv anzugehen, wie z.B. »Mit Ausgehschuhen in Pfützen springen« oder »auf Schatzsuche gehen.« Da der Text immer am unteren Rand steht, bleibt genug Fläche für Notizen. Generell ist er sehr minimalistisch gestaltet. Eigentlich ist es der perfekte Kalender, um jeden Tag ein bisschen visuelles Denken und Zeichnen zu üben. Das werde ich vielleicht mal probieren. Was wir lieben: in 365 Tagen Daniela Spinelli | Birte Spreuer Ein Notizkalender für 2017 mit Liebeserklärungen an den Alltag 367 Blatt im monatlichen Wechsel auf weißem und ozeanblauem Papier gedruckt. Format 9 x 13,5 cm Verpackt in einer stabilen Sammelbox 16,80 € Apfelkalender1_Druck Apfelkalender_2 An Apple a Day Kalender 2017 Da ich ein großer Apfel-Fan bin (ich meine damit richtige Äpfel und nicht technische Geräte … obwohl na ja, die auch … wie auch immer), finde ich die Idee dieses Kalenders besonders süß. Denn zunächst einmal kommt dieser Kalender in einem kleinen Obstkörbchen daher, was definitiv erstmal den »Oh wie niedlich«- Effekt hat. Packt man den Kalender aus, hält man einen Abreißkalender in den Händen, der für jeden Tag einen Apfel bereit hält. Das ist insofern möglich, als dass es eine unerschöpflich große Anzahl an Apfelsorten gibt. Die Abbildungen der Äpfel entstammen vielen Bibliotheksbesuchen, was dem Ganzen den Charme alter Zeichnungen gibt. Und weil die Abbildungen so toll sind und weil der Hermann-Schmidt Verlag besonders Wert auf schöne Details legt, hat jedes Blatt eine zweiter Perforation, so dass die Blätter sauber abgetrennt und einzeln aufgegangen werden können, z.B. in der Küche. An Apple a Day Kalender 2017 Jochen Rädeker 365 alte Apfelsorten Tages-Abreißkalender mit 368 beiseitig vierfarbig bedruckten Blätter mit zusätzlicher Perforation zum Abtrennen des Kalendariums und Sammeln der Apfelbilder Format 11,4 x 15 cm Verpackt in einer eigens dafür gefertigten Sperrholz-Mini-Obstkiste 24,80 € Verlosung: Einen der beiden Kalender verlosen wir zusammen mit dem Verlag. Schreibt dafür bis 9.10. in die Kommentare welchen Kalender ihr gerne hättet. Gewonnen hat Jana! Herzlichen Glückwunsch!

Jonas Font

14. Sep 2016

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Als Schriftliebhaber liebe ich typografische Experimente jenseits der typografischen Korrektheit. Daher mag ich die Idee hinter »Jonas Font« sehr gerne. Pünktlich zum Schulanfang haben die Typonauten eine Schrift herausgeben, die unterstützt zeichnerisch Wörter zu lernen. Der Zeichenschatz enthält 300 Wörter in Form von Zeichnungen, die das eingetippte Wort automatisch durch ein Bild ersetzen. Die Schrift selbst hat dabei die Anmutung eines Schreibanfängers und auch die Bilder wurden von einem sechsjährigen Schulanfänger (Ich vermute mal von Jonas) gezeichnet.

Die Begriffe sind dabei natürlich altersgerecht: Ameise, Haus und Reis z.B. Abstrakte Begriffe gibt es nicht, denn natürlich wird die visuelle Welt eines Sechsjährigen gezeigt. Aber es macht Spaß, sich diese in Schriftform anzuschauen.

Der Font kann hier ausprobiert und runter geladen werden:

http://www.typonauten.de/jonas/

Heute trifft gestern

28. Jul 2016

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Die in Berlin lebende gebürtige Chinesin Yang Liu ist bekannt durch ihre minimalistische Bildsprache und humoristische Betrachtungsweise von alltäglichen Situationen. Vor ein paar Jahren stellte sie die östliche und westliche Kultur so gegenüber und veröffentlichte das Buch »Ost trifft West«. Darin erfasste sie die kulturellen Unterschiede, die ihr hier im Vergleich zu China auffielen.

Ein ähnliches Projekt schuf sie kurz darauf mit »Mann trifft Frau«, das typisch weibliche und männliche Stereotypen gegenüber stellte.

Nun ist ein drittes Buch im sehr markanten reduzierten Piktogramm Stil beim Taschen Verlag erschienen: »Heute trifft gestern«, das – wie der Name schon erkennen lässt – Vergangenheit und Gegenwart miteinander vergleicht. Es ist Liu Antwort auf Fragen wie: Was sind die Unterschiede zwischen damals und heute? Wie verändern sich Gewohnheiten, Wahrnehmungen, Einstellungen und unser Weltbild?

Dafür greift sie sich verschiedene Begriffe aus den unterschiedlichsten Themenbereichen heraus: Essen, Bewegung, Wissen, Freizeit usw. und stellt damals und heute gegenüber.

In der Tat regen viele der kurzweiligen Gegenüberstellungen sehr zum nachdenken an, wenn z.B. gezeigt wird, wie ein Militäreinsatz früher aus zwei sich direkt gegenüber stehenden Personen bestand, während heute Drohnen eine indirekte Bedrohung darstellen. Oder der simple Vergleich der damaligen und heutigen Arktis und die Folgen für das Klima.

Es gibt aber auch Themen die früher wie heute gleich sind, das zeigt sie z.B. in der Gegenüberstellung von Tschernobyl und Fukushima. Generell sind besonders die Bildpaare der politischen Themen im Buch sehr markant und manchmal auch erschreckend. Viele Alltagsthemen sind wie ein vorgehaltener Spiegel, wenn es z.B. um die Nutzung technischer Geräte wie Smartphones geht.

Yang Liu ist auch mit diesem Buch wieder das Meisterstück gelungen sehr komplexe Sachverhalte mit einfachen Visualisierungen einzufangen. Ein schönes Buch für visuelle Denker, Freunde von Piktogrammen oder Geschichts-Interessierte.

Yang Liu. Heute trifft Gestern

Hardcover, in Leinen gebunden, 13 x 13 cm, 160 Seiten
ISBN 978-3-8365-5406-0
Erschienen in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
12,00 Euro

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The Magic Artbox

18. Jul 2016

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Ist das nicht wundervoll? Ich folge Doro schon eine Weile auf Instagram, ihre Posts sind so etwas wie einestrahlende Sonnenblume an einem grau verregneten Tag: Gute-Laune-Macher. Sie ist Illustratorin und erstellt zauberhafte handgezeichnete Stop-Motion Videos, die kleine kurze Geschichten erzählen und immer wundervoll anzusehen sind.

Aber besonders bezaubernd ist das Projekt »The Magic Artbox«, in denen per Stop Motion kleine Makings Ofs von bekannten Gemälden entstehen. So süß!

#howtopollock from dorobot on Vimeo.

#howtovermeer from dorobot on Vimeo.

#howtocdfriedrich from dorobot on Vimeo.

#howtodavinci from dorobot on Vimeo.

#CreateTheCover: Clueso Song erschienen

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Erinnert ihr euch an den Aufruf von Adobe und Viva con Agua, die zur Great the Cover Aktion einladen? Damals wurden Kreative gesucht, die mit Clueso zusammen nach Äthiopien reisen, um ihn bei der Entstehung seiner neuen Single zu begleiten und dabei das Artwork fürs Cover gestalten.

Das Ergebnis ist inzwischen erschienen, der Song heißt „Aand Nen – We Are One“ (iTunes / Google Play) und wurde von Clueso, Samuel Yirga, Norman Sinn und Tim Neuhaus produziert.

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Das Cover wurde von Simon Wahlers gestaltet und gibt die visuellen Eindrücke wieder, die Simon auf der gemeinsamen Reise mitgenommen hat. Es ist sehr minimalistisch und geometrisch gehalten und greift Elemente aus dem Umfeld auf. Das Halbkreis Muster z.B. ist von der Wellblech Architektur inspiriert und das Farbschema lehnt sich an das Landschaftsbild an: rotbrauner Boden, grüne Vegetation, gelbes Sonnenlicht und natürlich blau für Wasser.

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Da vor Ort sämtliche Beschilderungen mit der Hand bemalt werden, sollte das Handgemachte auch im Cover nicht fehlen. Deswegen wurde aus analoger Acrylfarbe ein Pinselstrich, der sich in allen Formen wieder findet. Das quadratische Motiv verdrängt die Typografie an den Rand und erhält so genügend Raum.

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Die Single „Aand Nen – We Are One“ von Clueso inklusive des Covers von Simon Wahlers ist ab sofort als Download für 1,29 Euro bei iTunes und Google Play verfügbar. Bei Amazon und Spotify ist der Song ebenfalls zu hören. Die Einnahmen kommen komplett der Wasserinitiative Viva con Agua zugute, die diese Aktion mit initiiert hat. Adobe Deutschland unterstützte Viva con Agua bei der finanziellen Umsetzung der gesamten Reise von Clueso und Simon nach Afrika und dem damit einhergehenden Engagement des Projekts in Äthiopien.

Den fertigen Song könnt ihr euch auch hier im Video anschauen.